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WFI-Membranverfahren: bald globaler Standard?

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Die Harmonisierung aller wesentlichen Pharmakopöen in Bezug auf die Herstellung von Wasser für Injektionszwecke (WFI) eröffnet neue Möglichkeiten: Membranverfahren werden zur präferierten Methode.

Die Harmonisierung aller wesentlichen Pharmakopöen in Bezug auf die Herstellung von Wasser für Injektionszwecke (WFI) eröffnet neue Möglichkeiten: Membranverfahren werden zur präferierten Methode.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Seit 1. Oktober 2025: alle weltweit wesentlichen Pharmakopöen bezüglich WFI auf dem gleichen Stand
  • Membranverfahren etablieren sich zusehends; weltweiter Anteil nähert sich 30-Prozent-Marke
  • Klare Vorteile gegenüber Destillation: geringerer Energie- und Platzbedarf bei reduzierten Betriebskosten
  • Voraussetzung für den Erfolg: präzise Planung, abgestimmtes Anlagendesign, konsequente Minimierung des Verkeimungsrisikos
  • Strategische Partnerschaften mit erfahrenen Anbietern erhöhen Effizienz, Skalierbarkeit und regulatorische Sicherheit
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Seit 2017 hat sich die Herstellung von WFI stark verändert. Bis dahin unterschieden sich die europäischen Vorgaben maßgeblich von vergleichbaren Pharmakopöen, beispielsweise in den USA oder Japan: Für die Herstellung von WFI war in der EU die Destillation als einziges Verfahren erlaubt. Diese wird zwar den strengen Vorgaben der Pharmakopöen gerecht, bringt aber einen hohen Energieverbrauch mit sich. Angesichts zunehmender Nachhaltigkeitsbestrebungen und hoher Energiekosten insbesondere in Europa war es deshalb eine kleine Revolution, als die EU ihre Pharmakopöe anpasste.

Jetzt sind zur WFI-Erzeugung neben der Destillation auch gleichwertige Methoden wie Membranverfahren mittels Umkehrosmose und Elektrodeionisation in Kombination mit einer zusätzlichen Ultrafiltrationsstufe erlaubt. 2020 folgte die Nennung des Membranverfahrens als geeignete Herstellungsmethode für WFI in Annex 3 der WHO Technical Report Series (TRS) 1025. Die Richtlinie beschreibt die Hauptprinzipien, die weltweit angewandt werden sollten und durch weitere Regelwerke ergänzt werden können.

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Angleichung jetzt auch in China

Seitdem haben Membranverfahren zunehmend an Akzeptanz gewonnen: Schätzungen zufolge soll sich die Menge des damit weltweit produzierten WFI bereits der 30-Prozent-Marke nähern. Das ist gerade angesichts der Tatsache beachtlich, dass das Verfahren für den chinesischen Markt bislang nicht zugelassen war. Mit einer Angleichung der chinesischen Pharmakopöe zum 1. Oktober 2025 hat sich das geändert – und alle weltweit wesentlichen Pharmakopöen sind auf dem gleichen Stand. Somit steigen die Chancen, dass sich Membranverfahren perspektivisch zu einem neuen globalen Standard werden könnten.

Für eine Nutzung von Membranverfahren spricht, dass sie im Vergleich zur Destillation wirtschaftlich und ökologisch effizienter sind, da sowohl die benötigten zusätzlichen Anlagen als auch die Energieaufwände zur Erzeugung von Heizdampf und die damit verbundenen Kosten entfallen. Um den strikten Anforderungen gerecht zu werden, sollten Planer, Ausrüster und Betreiber eng zusammenarbeiten.

Prozessschritte auf einen Blick

  • Vorbehandlung
  • Enthärtung
  • Sanitisierung
  • Umkehrosmose
  • Elektrodeionisation
  • Ultrafiltration
  • Kontinuierliche Überwachung
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Strategische Partnerschaft auf Augenhöhe

Die letzten Jahre und die zunehmende Etablierung membranbasierter Verfahren haben gezeigt: Sind sämtliche Schritte entlang des WFI-Herstellungsprozesses bestmöglich geplant, aufeinander abgestimmt und überwacht, profitieren pharmazeutische Hersteller von immensen Einsparungen an Energiekosten und einer verbesserten Umweltbilanz, ebenso wie von geringeren Investitionskosten und geringerem Platzbedarf für die Anlagen. Dabei liegt ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Wahl des richtigen Partners. Eine enge Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um das jeweils optimale Anlagendesign und die passenden Maßnahmen zur Minimierung des Verkeimungsrisikos festzulegen.

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Mit einem strategischen Partner wie Syntegon, der ein innovatives Anlagenkonzept mit fundierter Prozessberatung verbindet, kann genau das gelingen. Die schlüsselfertigen, membranbasierten Systeme sind modular und können schnell und einfach entsprechend individuellen Bedarfen konfiguriert und erweitert werden. Die langjährige Praxiserfahrung mit Reinstmediensystemen bildet darüber hinaus den Grundstein für eine Beratung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. So können membranbasierte Verfahren zum langfristigen Gewinn werden – und sich als präferierte Herstellungsmethode für WFI durchsetzen.

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